ethikkodex

Wir sind bemüht, unsere Tätigkeiten (Verkauf, Unterricht…) gegenüber uns selbst und unseren Kunden nach grundlegenden ethischen Prinzipien zu gestalten. Wir halten uns dabei an den Ethikkodex des internationalen (ICM) und Schweizerischen Herbammenverbandes (SHV). Siehe unten.

Unser Ziel ist es durch ein handhabbares, relevantes Qualitätsmanagement die Güte unserer Leistungen (Angebote) zu erhalten oder zu steigern.

Wir halten, was wir versprechen (Werbung, Beratung, Produkte …).

Wir schützen die Intimität unserer Kunden und Mitarbeiter. Es gilt dabei die „Regelung Datenschutz“ der 9punkt9 GmbH.

Wir verstehen unsere Angebote als einen Beitrag zur Förderung der Gesundheitserhaltung des Individuums und der Gesellschaft mit ihren sozialen Strukturen.

Unsere Angebote sensibilisieren zur Überprüfung und Reflexion des eigenen Lebensstils.
Wir anerkennen die Grenzen und Möglichkeiten unserer Kunden, Mitarbeiter und unser selbst auch bzgl. unserer Kompetenzen.

Wir anerkennen die Grenzen und Möglichkeiten unserer Kunden, Mitarbeiter und unser selbst auch bzgl. unserer Kompetenzen.

Wir stützen unser Denken und Handeln auf eine wissenschaftliche Grundlage (Natur- und Geisteswissenschaften). Wir halten uns dabei an die Erkenntnisse der Evidenzbasierten Medizin (Evidence based midwifery).

Internationaler Ethik-Kodex für Hebammen

Der Internationale Hebammenverband (International Confederation of Midwives)
ICM hat zum Ziel, den Standard der Betreuung von Frauen, Säuglingen und
Familien in der ganzen Welt durch Förderung, Ausbildung und entsprechenden
Einsatz der professionellen Hebamme zu verbessern. Im Einklang mit seinem
Ziel – Gesundheit für Frauen – und mit Ausrichtung auf die Hebammen gibt der
ICM den folgenden Kodex bekannt, welcher als Grundlage für Ausbildung,
Berufsausübung und Forschung der Hebammen dient. Dieser Kodex anerkennt die
Frau als Person, strebt nach Gerechtigkeit für alle Menschen und setzt sich
für eine allen zugängliche Gesundheitsversorgung ein. Der Kodex beruht auf
gegenseitigem Respekt, Vertrauen und der Würde aller Mitglieder der
Gesellschaft.

Der Ethik-Kodex

Beziehungen der Hebamme

A. Hebammen respektieren das Recht der Frau, informiert zu sein und
auswählen zu können, und fördern deren Bereitschaft, die Verantwortung
für die Entscheidungen zu übernehmen.

B. Hebammen arbeiten mit Frauen und unterstützen deren Recht, sich aktiv
an Entscheidungen betreffend ihre Betreuung zu beteiligen. Sie
bestärken die Frauen, bei Themen, welche die Gesundheit von Frauen und
deren Familien in ihrer Kultur/ihrer Gesellschaft betreffen, für sich
selbst zu sprechen.

C. Hebammen, gemeinsam mit Frauen, arbeiten mit politischen Instanzen und
geldgebenden Trägerschaften zusammen, um die Bedürfnisse der Frauen
bezüglich Gesundheitsversorgung zu definieren und um sicher zu stellen,
dass Beiträge – unter Berücksichtigung von Prioritäten und
Verfügbarkeit – gerecht verteilt werden.

D. Hebammen unterstützen sich gegenseitig in ihrer Berufsrolle und pflegen
und fördern aktiv sowohl das eigene als auch das Selbstwertgefühl
anderer.

E. Hebammen arbeiten mit anderen Berufsgruppen des Gesundheitswesens
zusammen, sie ziehen sie bei und überweisen ihnen Frauen, wenn deren
Bedarf an Betreuung ihre Kompetenzen überschreitet.

F. Hebammen anerkennen die wechselseitige Abhängigkeit der Menschen in
ihrem Tätigkeitsbereich und sind aktiv bestrebt, Konflikte, die dabei
auftreten können, zu lösen.

Berufsausübung der Hebamme

A. Hebammen sorgen für die Betreuung und Pflege von Frauen und Familien,
die Kinder bekommen. Sie respektieren dabei die kulturelle Vielfalt und
setzen sich gleichzeitig für die Abschaffung schädlicher Bräuche und
Sitten innerhalb dieser Kulturen ein.

B. Hebammen fördern realistische Erwartungen der Frauen auf die Geburt
innerhalb ihrer Gesellschaft, mit der Mindesterwartung, dass keine Frau
durch Empfängnis oder Geburt in Gefahr gebracht wird.

C. Hebammen nutzen ihr berufliches Können und Wissen, um eine sichere
Geburtshilfe in allen Umgebungen und Kulturen zu gewährleisten.

D. Hebammen gehen bei den Frauen, die ihre Unterstützung suchen, auf deren
psychologische, physische, emotionale und spirituelle Bedürfnisse ein,
wie auch immer die Umstände sein mögen.

E. Hebammen sind, was die Förderung der Gesundheit betrifft, Vorbilder für
Frauen während ihres ganzen Lebenszyklus’, für Familien und für andere
Berufsgruppen des Gesundheitswesens.

F. Hebammen streben aktiv persönliche, intellektuelle und professionelle
Weiterentwicklung während ihrer beruflichen Laufbahn an und integrieren
diese fortlaufend in ihre Berufsausübung.

Professionelle Verantwortung der Hebamme

A. Hebammen behandeln Informationen der Frauen und Familien, die sie
betreuen, vertraulich, um den Persönlichkeitsschutz zu wahren. Sie
verlassen sich bei der Weitergabe dieser Informationen auf ihr Urteilsvermögen.

B. Hebammen sind für ihre Entscheidungen, ihr Handeln sowie für die
Konsequenzen, die daraus bei der Betreuung der Frauen entstehen können,
verantwortlich.

C. Hebammen können sich weigern, an Handlungen teilzunehmen, die ihrer
inneren moralischen Einstellung widersprechen; die Gewichtung der
persönlichen Einstellung soll Frauen jedoch nicht grundlegende
Gesundheitsversorgung vorenthalten.

D. Hebammen beteiligen sich an der Entwicklung und Durchführung von
gesundheitspolitischen Massnahmen, welche die Gesundheit von allen
Frauen und Familien, die Kinder bekommen, fördern.

Förderung des Wissens und Könnens und der Berufsausübung der Hebammen

A. Hebammen stellen sicher, dass die Förderung ihres Wissens und Könnens
auf Aktivitäten beruht, welche die Rechte der Frau als Person schützen.

B. Hebammen entwickeln und verbreiten ihr Wissen und Können mittels
verschiedenster Prozesse, wie beispielsweise gegenseitige Ueberprüfung
und Forschung.

C. Hebammen nehmen aktiv an der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Hebammen
teil.

Angenommen vom Rat des Internationalen Hebammenverbandes (ICM Council) in
Vancouver, Mai 1993.
Deutsche Uebersetzung angenommen von der Delegiertenversammlung des
Schweizerischen Hebammenverbandes SHV
in Zürich vom 3. Mai 1994.